ZIELE DES PROJEKTS

Fußball verbindet die Menschen. Deshalb geht es bei KICKWINKEL natürlich um mehr als Sport. Das Konzept sieht eine so genannte direkte Flüchtlingshilfe vor. Unter Federführung der Düsseldorfer Jonges sowie unter Anleitung entsprechend geschulter, erfahrener Personen werden geflüchtete unbegleitete, männliche, Minderjährige freizeitpädagogisch begleitet. In erster Linie sollen die Jugendlichen beim Fußballtraining eine unbeschwerte Zeit erleben, ihre Sorgen und Ängste für einige Stunden vergessen und so auch ein Stück weit neue Hoffnung schöpfen können.

Kathrin Köhler, ARAG SE

Wolfgang Rolshoven, Düsseldorfer Jonges

Rainer Esser, Düsseldorfer Jonges

Aber es geht auch darum, dass Jungs unterschiedlicher Herkunft kulturelle Berührungsängste überwinden lernen und ein soziales Miteinander einüben. Sie sollen Teamgeist entwickeln. Durch den Fußball wird ein neutrales Umfeld geschaffen, dessen Inhalte und Regeln als international bekannt vorausgesetzt werden können. Und daher besonders anschlussfähig sind.

Rainer Kunst, Kunst und Kollegen Kommunikationsagentur GmbH

Heiko Held, Fritz Henkel Stiftung

Zusätzlich bietet der Sport einen niederschwelligen Einstieg zum Erlernen der deutschen Sprache. Mannschaftssportarten sind neben dem sich entwickelnden Gemeinschaftsgefühl der ideale Nährboden, um sich Tugenden wie etwa Pünktlichkeit oder Pflichtgefühl zu vergegenwärtigen bzw. im Laufe der Zeit anzueignen. Die Teilnehmer lernen, kulturelle und persönliche Egoismen dem gemeinsamen Spiel unterzuordnen.

Von den geflohenen Jugendlichen, die in Deutschland ankommen, ist die überragende Mehrheit männlich. So ist KICKWINKEL auch mit voller Absicht ein Jungsding. Ihnen fällt die Integration oft am schwersten. Denn soziales Miteinander geht direkt auf das geschlechtsspezifische Rollenverhalten zurück, weshalb unsere Projekt-Konzeption dem Leitbild einer geschlechtsbewussten Jungenpädagogik folgt.

Manfred Novacek, DJK AGON 08